Lesen Sie hier Erfahrungen und Eindrücke ehemaliger Kursteilnehmer.

Ingenieurin, 30

Im Herbst 2016 war ich dringend auf der Suche, wie ich mit Stress und Anspannung besser umgehen kann. Bisher funktionierte ich „gut“, hatte viel gearbeitet, ohne Pausen, wollte auf Arbeit und Zuhause immer alles richtig machen – ein Druck, der in ständige seelische und körperliche Anspannung führte. Dies merkte ich oft erst abends nach Feierabend, arbeitete Probleme während des nächtlichen Zähneknirschens ab. All die Zeit haben sich keine „Nebenwirkungen“ gezeigt, bis ca. ein Jahr vor Beginn des Kurses.

Nach einer sehr stressigen Periode auf Arbeit, gepaart mit privaten Problemen und einhergehend mit vernachlässigter gesunder Ernährung, tönten die körperlichen Alarmsirenen - psychosomatische Störungen wie Reizdarm, Hitzewallungen, die wiederrum zu Schlafstörungen und leichten Angstzuständen führten. Das Ganze machte mich sehr traurig, ich hatte keine Freude mehr an alltäglichen Dingen, war ständig um meinen Körper besorgt und nicht mehr leistungsfähig wie zuvor. Mir war klar, ich musste etwas ändern.

Also informierte ich mich bei meiner Krankenkasse über Kursangebote zum Thema Stressmanagement und stieß auf Progressive Muskelentspannung (PMR). Nachdem ich Quantum 17 angeschrieben habe, ob ich einen solchen Kurs besuchen könnte, empfahl mir die Kursleiterin aufgrund meiner Symptomatik am Achtsamkeitstraining teilzunehmen. Der ganzheitliche Ansatz des MBSR-Kurses schien besser für mich geeignet als das Erlernen einer reinen Entspannungstechnik. Ich war damals offen für alles. Ich wollte einfach nur, dass es mir wieder besser ging.

Der Aufbau des Kurses hat mir grundsätzlich gut gefallen. Die Dauer einer Sitzung (2,5h) war aber manchmal sehr anstrengend, zumal die meisten Teilnehmer aus einem arbeitsreichen Tag zum abendlichen Kurs kamen. Erstaunlicherweise waren trotzdem alle mit voller Konzentration bei Diskussionen über schwierige Gefühle/Situationen dabei - fernab von oberflächigem Smalltalk. Ein hilfreicher Begleiter war das liebevoll gestaltete Kursheft, welches für jede Woche ein anderes Thema auftat. Dieses Thema war dann auch immer Diskussionsanreiz für die Gruppe, die manchmal Starthilfe brauchte, um offen ins Gespräch zu kommen. Es nahmen sehr unterschiedliche Leute am Kurs teil. Das war für mich sehr interessant, weil mir bewußt wurde, dass Menschen unterschiedlichen Alters und Geschlechts vergleichbare Probleme haben und dass man es ihnen nicht unbedingt ansieht. So fühlt man sich nicht alleine damit und das innere Chaos relativiert sich.

Manuela ist sehr sensibel und individuell auf die Teilnehmer eingegangen, gab uns immer wieder neue Anreize und Blickwinkel, ließ sich nicht beirren von anfänglicher Skepsis bei einzelnen Teilnehmern und blieb in positiver Weise hartnäckig, wenn es in den Gesprächen auch mal „unangenehm“ und sehr persönlich wurde. Der Ort mit seinen weiten, aber gemütlichen Räumen gab den passenden Rahmen für den Kurs. Ein besonderes Highlight war der Achtsamkeitstag – besonders intensiv die Erfahrung des Schweigens und des achtsamen Essens.

Der Kurs hat mir aufgezeigt, dass ich mein Leben lang unachtsam verbracht habe. Das klingt jetzt dramatisch, ist jedoch faktisch der erste Schritt für mein achtsames Leben, für eine Änderung. Ich lebe nicht mehr so „multitasking“, nehme immer bewusster meinen Körper und meine Umgebung war. Es geht auch nicht darum sich besser zu fühlen, sondern wahr zu nehmen, was da oder nicht da ist, was weh tut, was stört und eigentlich doch wieder nicht. Das wiederum ist befreiend, es relativieren sich die eigenen Probleme.

Es klingt sehr einfach, aber in der Umsetzung ist es oft schwierig. Die Meditationstechniken aus dem Kurs aber helfen einem dabei besonders gut, das zu erlernen. Sie sind wie ein sportliches Training auf dem Weg zur Achtsamkeit. Ich übe sie weiterhin aus, auch habe ich wieder einen Yoga-Kurs angefangen als Ergänzung dazu.

Insgesamt gehe ich jetzt nach dem MBSR-Kurs viel stressfreier durch das Leben, kann mich wieder mehr an Kleinigkeiten erfreuen und habe bisher aufgeschobene Dinge in Angriff genommen. Ich freue mich auf die Fortsetzung des Kurses.

Jedem möchte ich diesen Kurs empfehlen. Er hat mir aufgezeigt, wie unachtsam andere Menschen, besonders die mir nahe stehenden, in meiner Umgebung leben. Achtsamkeit bringt so viel mehr Lebensqualität. Man muss nicht warten, bis man Burnout hat. Das Grundsätzliche, was dieser Ansatz vermittelt, ist für alle interessant.

Frau, 30, Ingenieurin
Teilnahme am Kurs MBSR 24.10. - 19.12.2016

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"Viel Leid und viel Unglück entstehen, wenn Du jeden Gedanken, der Dir durch den Kopf geht, für die Wahrheit hältst. Situationen machen nicht unglücklich. Sie mögen physische Schmerzen verursachen, aber sie machen nicht unglücklich. Deine Gedanken machen dich unglücklich. Deine Interpretation, die Geschichten, die Du selbst dazu erfindest, machen Dich unglücklich."
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