Aus eigener Erfahrung weiß ich, bevor ich mich zu einem Kurs anmelde, hab ich oft viele Fragen. Fragen, die auch eine Webseite nicht immer in Gänze beantworten kann. Mir selbst hat es oft geholfen, wenn ich Berichte ehemaliger Teilnehmer gelesen habe. Deshalb habe ich in 2017 erstmalig einige Teilnehmer nach Abschluss ihres Kurses gefragt, ob sie über ihre Erfahrungen etwas aufschreiben würden, um anderen die Teilnahme-Entscheidung zu erleichtern. Und ich bin sehr dankbar dafür, dass manche die Idee genauso gut fanden und ihre Erfahrungen aufgeschrieben haben. Im Folgenden lesen Sie also die authentischen Berichte von Menschen aus verschiedenen von mir angebotenen Kursen. 

Studentin, 40

Mit welchen Gefühlen bin ich in den Kurs gestartet?

Meine Beweggründe einen MBSR-Kurs aufzusuchen, waren vielfältig. Zum einen hatte ich während der Rehabilitationsmaßnahme bezüglich meiner chronischen Erkrankung (Rheumatoide Arthritis) einen Vortrag hierüber gehört. Mein Interesse war geweckt. Es dauerte dann aber doch ein Jahr bis mir der Flyer über das Quantum in die Hände fiel. Der überschaubare zeitliche Rahmen von 8+1 Kurseinheiten trug dazu bei, dass ich es einfach ausprobieren wollte. "Was verbirgt sich hinter dem Thema ‚Achtsamkeit‘ konkret?"

Berührungspunkte zu Entspannung hatte ich schon durch Yoga und Autogenes Training. Was mir fehlte war aber noch etwas ‘Anderes‘ - für den Alltag. Meine eigenen Erwartungen zu 100% zu funktionieren, allen und jedem gerecht werden zu müssen, trugen immer wieder dazu bei, dass ich weit über meine körperlichen Grenzen hinweg ging. Ich spürte Erschöpfung, Gedanken wurden zu Sorgen und ich fragte mich, wo  Leichtigkeit und Lebensfreude geblieben waren. Gestresst, angespannt und den Kopf voll von zu erledigenden Dingen, wusste ich "Jetzt" ist die Zeit für diesen Kurs. Es würde immer etwas geben, womit ich begründen könnte, weshalb es momentan nicht geht ... also ging’s los!

 

Wie bin ich aus dem Kurs rausgegangen?

"Gestärkt und zufrieden mit mir selber" so habe ich den Kurs verlassen. Mir ist bewusst geworden, dass ich jede Situation bewusst wahrnehmen und damit auch lenken kann. Die Gefühle, welche im Leben auftreten, sind nicht immer angenehm, aber ich kann sie einordnen und einen Umgang mit ihnen finden. Wo ich vorher ein Gefühl von diffusem Stress, Genervtheit und Unzufriedenheit spürte, gelingt es mir heute, in mich reinzuspüren und zu benennen, was ich wahrnehme. Das Zusammenziehen im Magen oder die Anspannung im Nacken- und Schulterbereich nehme ich bewusster wahr und kann besser darauf eingehen. Indem ich die körperlichen Reaktionen und Gedanken achte und nicht beiseite schiebe oder ignoriere, nehme ich mich als Person mit all meinen Erfahrungen ernst und erlebe eine Art von Erleichterung.

 

Was nehme ich für mich aus dem Kurs mit?

Der Begriff Achtsamkeit beinhaltet in meinen Augen auch Fürsorge. Das Sorgen für sich selbst ist die Grundlage, um mit mir selber und meinen Mitmenschen sowie der Natur achtsam umzugehen. Die Atemmeditation, Bodyscan oder Yoga haben mir geholfen anders in Situationen hineinzugehen und auch die vielen automatischen Gedanken anzunehmen, ohne diese zu werten.

Mir ist klar geworden, dass es die kleinen Augenblicke sind, welche eine tiefe Zufriedenheit und Glücksmomente hervorrufen und das macht mir Mut. Das Leben ist ein Wechselspiel zwischen Leichtigkeit- Ernsthaftigkeit, Fröhlich- und Traurigkeit, Offenheit und Rückzug uvm. Oft sehnte ich mich nach den Glücksmomenten, welche irgendwann da sind. Im Kurs lernte ich „Die kleinen Freuden und das Glück im Alltag sind da!,“ ich muss nur wieder den Blick und das Gespür dafür entwickeln.

 

Was hat mir gut gefallen?

Die angenehme Atmosphäre mit klarer Struktur, verschiedene Übungen und theoretisches Fachwissen haben mir gut gefallen. Kurze Einleitungen und inhaltliche Erklärungen von Zusammenhängen bezogen auf Achtsamkeit, Bewertungsmechanismen unseres Körpers, welche zur Anspannung führen und visuelle Skizzen als Verständnishilfe rahmten den Kursabend ein. Das Begleitheft ist passend für den jeweiligen Kursabend abgestimmt. Die kurzen Texte und Gedanken zum Thema Achtsamkeit waren mir eine Hilfe, um mich Zuhause hiermit weiter zu befassen. Die Gestaltung ist liebevoll und ansprechend.

 

Wofür bin ich dankbar?

Der MBSR-Kurs hat mir gezeigt, wie wichtig der Begriff „Achtsamkeit“ ist und was sich dahinter verbirgt. Insbesondere das Bewusstsein für die Atmung hat mir geholfen, meinen Alltag zu entschleunigen. Die gezielte Anleitung und täglichen Übungen gaben mir die Erlaubnis, dass ich mir Zeit für mich nehmen darf. Die Atemmeditation hat mich gestärkt. Die vielen unsortierten Gedanken haben nicht mehr die bisher hohe Priorität. Mein Körper fühlt sich ruhiger an diurch die Praxis und mit jedem Atemzug spüre ich die Sicherheit, dass ich einfach sein darf. Ich darf so sein wie ich bin und muss nichts leisten, um Wertschätzung zu erfahren. Glücksmomente sind im Leben nicht von Mitmenschen abhängig oder Situationen.

 

Was sich in meinem Leben durch Achtsamkeit verändert hat?

Bewusst nehme ich mir Ruhephasen, in denen ich etwas für mich tue. Wenn mir etwas wichtig erscheint, dann liegt es allein an mir, diesem Wunsch nachzukommen. Dort, wo ich früher versucht habe, nichts ‚Auszulassen‘ - ob es Verabredungen waren, Verpflichtungen bei der Arbeit oder Aufträge sofort zu bearbeiten - gelingt es mir zunehmend besser, sie erstmal wahrzunehmen. Dieser Moment erfordert ein Innehalten, um dann aus der Ruhe heraus zu überlegen, was jetzt sinnvoll ist zu tun. Das hat eine enorme Entschleunigung in mein Leben gebracht. Ich entscheide mich mehr für mich statt dafür alle Erwartungen zu erfüllen.

Dankbar für diese Erfahrung kann ich den MBSR-Kurs weiterempfehlen ;-) !!!

 

Marja, 40, Studentin
Teilnahme am Kurs Okt - Dez 2018


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